Kannaker-mann

Kannakermann
war im späten 19. Jahrhundert
unter deutschen Seemännern
eine verbreitete Bezeichnung
für Kameraden
aus Polynesien oder Ozeanien.

Da diese im Ruf standen,
besonders fähige und treue Kameraden zu sein,
wurde dieser Begriff
sowohl für diese Gruppe
meist
im positiven Sinne
und oft auch als
„Ehrentitel“
für besonders gute Kameraden europäischer Herkunft gebraucht.

Dies war
beispielsweise
schon vor dem Zweiten Weltkrieg
in Süddeutschland
und Österreich
als alter Kanaker in dem gleichen Sinn üblich
wie die norddeutsche Bezeichnung alter Schwede.

Entlehnt ist
das Wort
vom hawaiischen
kanaka für ‚Mensch‘,
der Bezeichnung
der polynesischen Ureinwohner von Hawaii
für die Kanaken Neukaledoniens.